Im seitlichen Oberkiefer liegt oberhalb der Zahnwurzeln die Kieferhöhle. Nach Zahnverlust kann der Kieferknochen an Höhe verlieren, während sich die Kieferhöhle nach unten ausdehnt. Reicht der verbleibende Knochen für ein Implantat nicht aus, kann der Boden der Kieferhöhle angehoben und der entstehende Raum mit Knochen oder geeignetem Aufbaumaterial stabilisiert werden.
Ziel ist nicht die Behandlung der Kieferhöhle selbst, sondern die Schaffung eines ausreichend hohen Knochenlagers für Implantate. Vorher müssen Anatomie und Gesundheit der Kieferhöhle sorgfältig beurteilt werden.
Beim internen oder transkrestalen Sinuslift erfolgt der Zugang über das vorbereitete Implantatbett. Dieses schonendere Verfahren eignet sich für kleinere Höhengewinne und wird häufig zusammen mit der Implantation durchgeführt.
Beim externen oder lateralen Sinuslift wird die Kieferhöhle über ein seitliches Knochenfenster erreicht. Die Schleimhaut wird vorsichtig angehoben und der Raum darunter aufgebaut. Je nach Restknochen können Implantate gleichzeitig eingesetzt oder erst nach Einheilung des Aufbaus platziert werden.
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Eine dreidimensionale Aufnahme zeigt Restknochenhöhe, Breite des Kieferkamms, Verlauf von Gefäßen, Form der Kieferhöhle und mögliche Schleimhautveränderungen. Akute Entzündungen oder relevante Erkrankungen der Nebenhöhlen müssen vor einer Augmentation abgeklärt beziehungsweise behandelt werden.
Das Verfahren wird so gewählt, dass es zum benötigten Knochengewinn und zur geplanten Implantatposition passt. Nicht jeder reduzierte Knochen im Oberkiefer erfordert automatisch einen Sinuslift.
Der Sinuslift erfolgt meist ambulant in örtlicher Betäubung; bei größerem Umfang oder besonderer Angst sind weitere Anästhesieverfahren möglich. Die empfindliche Kieferhöhlenschleimhaut wird vorsichtig gelöst und angehoben. Anschließend wird der geschaffene Raum mit dem geplanten Aufbaumaterial versorgt.
Wird das Implantat gleichzeitig eingesetzt, muss genügend eigener Restknochen für eine stabile Verankerung vorhanden sein. Andernfalls heilt zunächst der Knochenaufbau ein.
Prof. Dr. Dr. George Khoury ist approbierter Arzt, approbierter Zahnarzt und Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die Verbindung aus zahnmedizinischer Planung, genauer Kenntnis der Kieferhöhlenanatomie und mehr als 25 Jahren operativer Erfahrung ist besonders bei anspruchsvollen Oberkieferrekonstruktionen von Bedeutung.
Schwellung, Druckgefühl und leichte Blutergüsse sind möglich. In der ersten Heilungsphase sollte kein Druck in der Nase aufgebaut werden; kräftiges Schnäuzen wird vermieden. Niesen sollte möglichst mit geöffnetem Mund erfolgen. Flugreisen, Tauchen, Sport und körperliche Belastung werden je nach Befund vorübergehend eingeschränkt.
Kontrolltermine prüfen Wundheilung und Stabilität. Bei stärkerer Nachblutung, zunehmenden Schmerzen, Fieber oder Flüssigkeitsaustritt zwischen Mund und Nase sollte die Praxis umgehend kontaktiert werden.
Möglich sind Schwellung, Entzündung, Nachblutung, Wundheilungsstörung oder ein teilweiser Verlust des Aufbaumaterials. Die Kieferhöhlenschleimhaut kann einreißen; dies lässt sich häufig unmittelbar versorgen, kann aber eine Änderung des Vorgehens erfordern. Selten entsteht eine Verbindung zur Kieferhöhle oder eine behandlungsbedürftige Sinusitis.
Die Kosten hängen von internem oder externem Verfahren, Material, gleichzeitiger Implantation, Anästhesie und Gesamtversorgung ab. Nach Diagnostik erhalten Sie einen individuellen Heil- und Kostenplan.
In der Estetica Clinic nehmen wir uns Zeit, Ihre Wünsche zu verstehen und gemeinsam ein realistisches Behandlungskonzept zu entwickeln — Ihr Erstgespräch ist kostenlos.
Der Eingriff erfolgt unter Betäubung. Danach sind Druckgefühl und Schwellung möglich, die in der Regel gut behandelt werden können.
Ja, wenn genügend Restknochen für eine stabile Implantatverankerung vorhanden ist.
Je nach Verfahren, Material und Ausgangsbefund mehrere Monate.
Flugreisen sollten für den individuell empfohlenen Zeitraum vermieden werden, weil Druckschwankungen die Heilung belasten können.
Kleinere Verletzungen können häufig während des Eingriffs abgedeckt werden. Bei größeren Defekten kann ein Abbruch oder zweizeitiges Vorgehen sicherer sein.
Je nach Anatomie kommen kurze Implantate, andere Implantatpositionen oder alternative Knochenaufbauten infrage. Dies wird individuell geprüft.