Wenn der Kieferknochen stark zurückgebildet ist, reichen kleinere lokale Aufbaumethoden unter Umständen nicht aus. In ausgewählten komplexen Fällen kann körpereigener Knochen aus dem Beckenkamm entnommen und zur Rekonstruktion des Kiefers verwendet werden. Das Verfahren schafft neues Volumen, damit Implantate später in einer funktionell und prothetisch sinnvollen Position eingesetzt werden können.
Eine Beckenkammtransplantation ist kein Routineeingriff für jede Implantation. Sie wird erst erwogen, wenn Befund, Defektgröße und Behandlungsziel den zusätzlichen Aufwand rechtfertigen und weniger invasive Alternativen keine vergleichbar verlässliche Grundlage erwarten lassen.
Dreidimensionale Aufnahmen zeigen Form und Ausmaß des Knochendefizits. Gleichzeitig wird die spätere Implantat- und Zahnposition geplant, damit nur so viel Knochen aufgebaut wird, wie für eine sichere Rekonstruktion benötigt wird. Allgemeingesundheit, Medikamente, Rauchverhalten und individuelle Heilungsbedingungen werden sorgfältig geprüft.
Vor dem Eingriff werden Ablauf, Entnahmestelle, stationäre Betreuung, Heilungszeit und alternative Knochenaufbaumethoden ausführlich besprochen.
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Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Über einen sorgfältig geplanten Zugang wird am Beckenkamm eine begrenzte Menge Knochen entnommen. Dieser wird als Block, in Partikeln oder kombiniert in den Kiefer eingebracht und stabil fixiert. Die Entnahmestelle wird sicher verschlossen; auch im Mund erfolgt ein spannungsfreier Wundverschluss.
Nach der Transplantation benötigt der Knochen mehrere Monate zum Einheilen und Umbauen. Erst wenn eine belastbare Grundlage entstanden ist, werden die Implantate gesetzt, sofern dies nicht in einer geeigneten Situation gleichzeitig möglich war.
Komplexe rekonstruktive Knochenaufbauten gehören in erfahrene chirurgische Hände. Prof. Dr. Dr. George Khoury ist approbierter Arzt, approbierter Zahnarzt und Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Mit mehr als 28 Jahren operativer Erfahrung plant er Transplantat, Kieferrekonstruktion und spätere Implantatversorgung als zusammenhängendes Konzept.
Aufgrund der Entnahme am Beckenkamm ist in der Regel eine stationäre Betreuung sinnvoll. An der Entnahmestelle können Schmerzen, Schwellung, Bluterguss und vorübergehend ein unsicheres Gefühl beim Gehen auftreten. Im Kieferbereich sind Schwellungen und Spannungsgefühl zu erwarten. Schmerztherapie, Mobilisation und Wundkontrollen werden individuell begleitet.
Bis zur Implantation und endgültigen Versorgung ist Geduld notwendig. Die Heilung wird klinisch und bildgebend kontrolliert. Rauchen und mechanische Belastungen können die Einheilung beeinträchtigen.
Neben allgemeinen Operationsrisiken sind Wundheilungsstörungen, Infektionen, Blutergüsse, Sensibilitätsveränderungen, Beschwerden an der Entnahmestelle und ein teilweiser Transplantatverlust möglich. Selten können länger anhaltende Beschwerden beim Gehen oder an der Narbe entstehen. Die persönliche Aufklärung berücksichtigt den individuellen Befund und mögliche Alternativen.
Die Kosten hängen von Defektgröße, Operationsumfang, Narkose, stationärem Aufenthalt und späterer Implantatversorgung ab. Gesetzliche oder private Kostenträger bewerten medizinische und zahnmedizinische Leistungsanteile unterschiedlich. Vor der Behandlung erhalten Sie einen individuellen Heil- und Kostenplan.
In der Estetica Clinic nehmen wir uns Zeit, Ihre Wünsche zu verstehen und gemeinsam ein realistisches Behandlungskonzept zu entwickeln — Ihr Erstgespräch ist kostenlos.
Er besitzt biologische Eigenschaften, die bei großen Defekten eine zuverlässige Knochenneubildung unterstützen können.
Je nach Defekt kommen lokale Knochenentnahme, Knochenersatzmaterialien oder andere Augmentationsverfahren infrage. Große Defekte begrenzen diese Möglichkeiten.
Meist nach mehrmonatiger Einheilung. In ausgewählten Fällen ist ein kombiniertes Vorgehen möglich.
Das ist individuell. In den ersten Tagen sind Schmerzen und Bewegungseinschränkungen üblich; Restbeschwerden können länger anhalten.
Ja. Der Zugang wird möglichst günstig positioniert, hinterlässt aber eine Narbe.
Bei diesem umfangreicheren Eingriff ist eine stationäre Überwachung in der Regel sinnvoll und wird individuell geplant.